Produkte

Kaffee

Kaffee ist einer der weltweit wichtigsten Exportrohstoffe. In 76 Anbauländern, vornehmlich Entwicklungsländern, leben über 100 Millionen Menschen von der Produktion, Verarbeitung und dem Vertrieb von Kaffee. In Deutschland wurden 2005 pro Kopf 149 Liter Kaffee getrunken.

Trotz dieser Fakten können viele Kleinproduzenten kaum existieren, denn sie erhalten nur einen sehr geringen Teil des Ladenpreises. Der FH gewährleistet einen festgesetzten Mindestpreis. Dieser Preis setzt sich aus dem Weltmarktpreis und einem Fair-Handels-Bonus zusammen. Fällt der Weltmarktpreis unter ein bestimmtes Niveau, erhalten die Produzenten den festgesetzten Mindestpreis.

Muggelkaffee vom Biggesee

Der FH fördert gezielt Kooperativen und Genossenschaften von Kleinbauern, die auf dem Weltmarkt besonders benachteiligt sind.

Das Angebot an fair gehandeltem Kaffee ist stark gewachsen, so dass für jeden Geschmack eine Sorte hochwertiger Qualität dabei ist. Im Sortiment befinden sich Bohnenkaffee, Schonkaffee, Espresso und Cappuccino.

Inzwischen wird fair gehandelter Kaffee auch mit regionalem Bezug angeboten. So ist in Lennstadt der „Lenne-Kaffee“ bei örtlichen Vereinen der Entwickungszusammenarbeit, Schulen und z.T. im Einzelhandel erhältlich. Auch in Olpe – hier gibt es den Olper „Muggelkaffee vom Biggesee“.

Tee

Nach Kaffee wird auch der Genuss von Tee in Deutschland immer beliebter. Tee wird überwiegend auf Plantagen, aber auch von Kleinbauern, angebaut. Im fairen Teehandel sind in der Regel privat geführte Plantagen Handelspartner. Von deren Management müssen die Kriterien des FH eingehalten werden.

Von der Vielfalt fair gehandelter Spitzentees zeugen Teeplantagen und -kooperativen aus China, Kenia, Indien, Nepal, Sri Lanka, Vietnam, Tansania, Simbabwe und Uganda.

Orangensaft

Von dem zweitliebsten Saft der Deutschen werden durchschnittlich 10,4 Liter pro Person/Jahr getrunken. Etwa 90 Prozent des hier verbrauchten Orangensaftes stammt aus Brasilien.

Orangen für die Saftherstellung werden überwiegend in Großplantagen erzeugt. Dadurch sinken die Preise für Orangen. In der Folge werden Kleinbauern zur Aufgabe der eigenen Produktion gezwungen. Die auf Plantagen beschfäftigten Pflücker/innen erhalten für die Arbeit extrem niedrige Löhne. Für eine Pflückleistung von 2000 Kilo Orangen am Tag erhalten Sie einen Lohn von umgerechnet vier bis sechs Euro.

Auch hier trägt der FH durch Zahlung von Mindestpreisen zur Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort bei. Für fairen Orangensaft werden vor allem Früchte aus Brasilien, Mexiko und Kuba verwendet.

Kakao und Schokolade

Die wichtigsten Zutaten (Kakao und Zucker) für Schokolade stammen aus der so genannten „Dritten Welt“, wobei 90 Prozent der Schokolade in den Industrieländern konsumiert wird.

Die Herstellung von fair gehandelter Schokolade muss ohne gentechnisch veränderte Pflanzen und Zutaten erfolgen. Hauptlieferländer für fair gehandelten Kakao sind Ghana, Ecuador und die Dominikanische Republik.

Honig

Honig ist eines der wenigen Produkte aud dem FH, das nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch bei uns hergestellt wird. Doch nur 20 Prozent des Honigs auf dem deutschen Markt können auch von heimischen Imkern produziert werden. Der Rest muss importiert werden.

Die Zahlung des Mindestpreises inkl. einem Aufschlag für soziale und ökonomische Projekte sowie langfristige Abnahmeverträge kennzeichnen die Handelsbedingungen.

Zucker – Bonbons

Unraffinierter Vollrohrzucker wird im FH auf traditionelle Weise u.a. von philippinischen Kleinbauern hergestellt und hat wie auch der Braune Zucker einen vergleichsweise hohen Anteil an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien und wird gerne in der Vollwertküche verwendet.

Weißer Zucker (raffinierter Rohzucker) ist die wichtigste Zutat für Bonbons. Dieser stammt bei Bonbons mit dem TRANSFAIR-Siegel aus Zuckerrohr, das Kleinbauernfamilien in Costa Rica anbauen.

Der Weltmarktpreis für Zucker ist extremen Schwankungen unterworfen. Um den Zuckerarbeitern bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen, legt TRANSFAIR Mindestpreise fest, die über dem Weltmarktpreis liegen.

Produzentengruppen aus Costa Rica, von den Philippinen, Kuba und der Dominikanischen Republik beteiligen sich am FH.

Bananen

Der Bananenhandel wird weltweit von großen Konzernen wie Delmonte, Chiquita und Dole beherrscht. BanaFair importiert und vertreibt seit 1986 Bananen aus FH. Diese Bananen werden ökologisch angebaut.

Blumen

Deutschland gilt als Weltmeister beim Importieren von Blumen. Rund 3 Milliarden Euro gaben die Deutschen 2004 die Deutschen 2004 für Schnittblumen aus. Vierzig Euro gibt eine deutsche Familie für Schnittblumen aus. Zum großen Teil stammen diese aus Ecuador, Kolumbien, Kenia und Simbabwe.

Auf den Blumenfarmen arbeiten insbesondere Frauen, die Bedingungen sind häufig schlecht, so z.B. durch fehlenden Unfallschutz und den Einsatz giftiger Pestizide.

Blumen mit dem FLP-Siegel stammen aus menschenwürdiger und umweltschonender Produktion; hierfür setzen sich z.B. Brot für die Welt, terre des hommes und der Fachverband deutscher Floristen ein.

Wein

Seit der Biofach 2005 in Nürnberg gibt es erstmalig südafrikanische Weine mit dem TRANSFAIR-Siegel in Deutschland zu kaufen. Im Einführungsjahr gingen bereits rund 150.000 Liter über den Ladentisch und die Sortenvielfalt hat sich schnell von zunächst zehn auf mittlerweile über 30 verschiedene Weine von mehreren Weingütern in Südafrika und Chile gesteigert. 90 Prozent der fair gehandelten Sorten von Shiraz, Merlot, Pinotage und Chenin Blanc über Cabernet Sauvignon, Colombard und Muscat bis hin zu Süßwein und Cuveés gibt es dabei ausschließlich in Bio-Qualität.

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