Buslotsen

Das Projekt „Buslotsen“ hat sich aus dem Projekt „Runder Tisch – Schülerfahrverkehr“ entwickelt.

Der „Runde Tisch – Schülerfahrverkehr“ wurde als Projekt des Facharbeitskreises „Stadtentwicklung, Verkehr, Energie“ der Lokalen Agenda 21 in einer Sitzung des Facharbeitsteams „Verkehr“ am 19.12.2000 initiiert.

In der konstituierenden Sitzung wurde zunächst eine Arbeitsvereinbarung beschlossen, die neben der Zusammensetzung und der Arbeitsweise (s. o.) die Zielsetzung, Aufgaben und den Zeitrahmen des Runden Tischs wie folgt regelte:

Der Runde Tisch „Schülerfahrverkehr“ dient dem Informationsaustausch der betroffenen Institutionen, um eine Gesamtschau der Situation und der Optimierungsmöglichkeiten des Schülerfahrverkehrs für die Schulen in Olpe zu erreichen.

Hauptaufgabe ist die Formulierung eines Handlungsprogramms zur Optimierung des Schülerfahrverkehrs für die Schulen in Olpe.

Die Einrichtung des Runden Tischs ist auf ein Jahr begrenzt. Sein Auftrag kann im Konsens aller Mitglieder verlängert werden.

Nach Ablauf eines Jahres stellt der Runde Tisch die Arbeitsergebnisse gegenüber dem Rat und der Öffentlichkeit vor.

Die sechs Sitzungen des Runden Tischs führten zu folgenden Arbeitsergebnissen:

Nach Erfassung der Stärken und Schwächen des Schülerfahrverkehrs konzentrierte sich die Arbeit vorrangig auf das mangelhafte Sozialverhalten der Schüler im Schülerfahrverkehr. In diesem Rahmen wurden Fahrer- und Schülerbefragungen durchgeführt sowie das in Wenden praktizierte Schülerlotsenprojekt vorgestellt.

Nach Auswertung der Befragungen ergaben sich schwerpunktmäßig die Problemfelder:

  • technische Probleme
  • Sozialverhalten
  • Fahrplanprobleme

Als Lösungsansatz wurde einvernehmlich die Übertragung des Wendener Buslotsenmodells auf die Verhältnisse der Stadt Olpe geprüft. Mit diesem Modell konnten durch den Einsatz von Schülern als Buslotsen („Busengel“) und die organisatorische Umgestaltung der Haltestelle Sicherheit und Ordnung im Schülerfahrverkehr im Bereich des Schulzentrums in Wenden unerwartet deutlich verbessert werden.

Eine Übertragung dieses Modells auf Olpe war ohne weiteres aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten nicht möglich. Deshalb wurde in Anlehnung an das Modell das „Projekt Hakemicke“ ins Leben gerufen. Ein Gremium bestehend aus Vertretern der Hauptschule und der Grundschulen Hakemicke, Rhode und Hohenstein sollte erarbeiten, inwieweit das Wendener Modell im Bereich Hakemicke umsetzbar ist. Zeitgleich sollte die Stadt Olpe einen Erfahrungsaustausch mit der Gemeinde Wenden praktizieren und die Schulen gingen der Frage nach: „Wie viele Schüler steigen wo und zu welchen Zeiten ein?“

In den anderen weiterführenden Schulen sollte über das „Projekt Hakemicke“ informiert werden und über entsprechende pädagogische Konzepte eine Schulung aller Schüler erfolgen. Die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd und die Kreispolizeibehörde haben ihre Bereitschaft erklärt, diese Vorhaben durch spezielle Schulungsmaßnahmen zu unterstützen.

Besondere Angebote können dabei vor allem für die Schüler der 5. Klassen gemacht werden.

Das Gremium „Projekt Hakemicke“ erarbeitete folgende Lösung:
Zur Entzerrung der räumlich sehr beengten Haltestelle in der Engelhardtstraße könnte im Bereich eines Lehrerparkplatzes im Quellenweg eine weitere Haltesstelle eingerichtet werden. Jede der beiden Haltestellen würde dann von je 4 Bussen angefahren, wobei die Busse, die überwiegend Hauptschüler transportieren, der Haltestelle im Quellenweg zuzuordnen wären. In beiden Haltestellen könnten durch einfache Markierungsarbeiten getrennte Schüler- und Busbereiche geschaffen werden.

Mit der Maßnahme wären folgende Änderungen/Einschränkungen verbunden:

  • Wegfall von 12 Lehrerparkplätzen
  • Umleitung des Busverkehrs durch den Wohnbereich Tierseifen/Lütringhauser Weg/Stachelauer Weg

Die Datenerhebung zur Frage „Wie viele Schüler steigen wo und zu welchen Zeiten in welchen Bus?“ wurde schließlich wegen des unverhältnismäßig hohen Arbeitsaufwandes aufgegeben.

Die weiteren Überlegungen zur Realisierung des „Projektes Hakemicke“ führten zu folgenden Ergebnissen:

Die bauliche Wiederherstellung der Parkbuchten auf dem Schulgrundstück verursacht Kosten in Höhe von rd. 53.200 €. In Anbetracht dieser Kosten und nach Absprache mit der Lehrerkonferenz soll auf diese Maßnahme zunächst verzichtet werden. Parkmöglichkeiten, die weiter entfernt vom Schulgebäude liegen, werden von allen Beteiligten als zumutbar empfunden.

Die Verkehrsführung über die Straßen Tierseifen/Lütringhauser Weg/Stachelauer Weg wurde vor Ort durch die Verkehrsbetriebe geprüft und als unproblematisch eingestuft.

Nach dem Ergebnis einer Anliegerversammlung am 29.11.2001 wird die Lösung trotz der geänderten Verkehrsführung dort grundsätzlich begrüßt.

Die Lösung soll im politischen Raum vorgestellt werden und möglichst schnell im 2. Schulhalbjahr (Februar 2002) umgesetzt werden. Mit der Ausbildung der Schülerlotsen wird in der Hauptschule und den Grundschulen Hakemicke, Hohenstein, Rhode und Düringerschule unmittelbar begonnen.

Mit anderen teilen: