Das Wetter in Olpe – Biggesee

DAS WETTER am BIGGESEE

Das Wetter ist immer ein Thema. In vielen Teilen der Welt ist das Wetter wechselhaft und oft extrem – mit gravierenden Folgen für Mensch und Natur.

Auch für unsere Vorfahren hatte das Wetter noch sehr viel Schicksalhaftes, denn es bestimmte die Nahrungsgrundlagen und die Überlebenschancen.

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Hier finden Sie neben technischen Erklärungen zur Funktion der Wetterstation Olpe auch ein Archiv aller gesammelten Wetterdaten der Wetterstation Olpe seit der Errichtung der Wetterstation im Oktober 2002.

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In unserem Online-Archiv sind alle Wetterdaten rückwirkend bis in den Januar 2005 als PDF Datei abrufbar. Nutzen Sie die Möglichkeit sich online über die Entwicklung des regionalen Klimas zu informieren.

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Interessantes rund ums Wetter vom ScienceBlog

  • Wetter an Ostern – Aprilwetter aus dem Lehrbuch 12. April 2017
    Double Rainbow in Cologne by Marco Verch
    “Double Rainbow in Cologne” von Marco Verch von Plaghunter. CC-by-2.0 Lizenz

     

    Das Wetter über Ostern könnte in diesem Jahr in einem Lehrbuch über “Aprilwetter” stehen. Wir sollten also mit allem rechnen in diesem Jahr. Wir wären hier aber nicht bei Scienceblogs, wenn es nicht auch um ein paar Hintergründe geht. Denn an der aktuellen Wetterlage lässt sich so einiges erklären, von den Hintergründen, die zur Entstehung dieses Überraschungswetters führen bis hin zur eher moderaten Fähigkeit, dieses vorherzusagen. Hier also mein zunächst kleiner “Comeback-Artikel”:

    Da habe ich wirklich nicht schlecht gestaunt, als ich das Datum meines letzten Postings hier sah: Nach fast vier Jahren melde ich mich zurück! Warum? Weil es mir in den Fingern juckt und ich wieder häufiger über das Wetter schreiben will, damit die tägliche Wettervorhersage im Radio nicht zu sehr zur Routine verkommt, denn die Routine ist der Feind der Kreativität. Da kommt mir die aktuelle Wetterlage sehr zugute, denn sie ist selten so kreativ wie zu dieser Zeit. Aber keine Sorge, allzu lang wird dieser Artikel (zumindest für meine Verhältnisse) nicht werden. Ich möchte nur kurz über die Eigenschaft des typischen “Aprilwetters” aufklären. Wieso ist dieses launische Wetter im April also so sprichwörtlich typisch, und wieso ausgerechnet im April? Um das zu verstehen, kommt es vor allem auf die Vorwitterung an:

    Übergangsjahreszeiten, oder wieso sich Gegensätze nicht immer anziehen

    Der Frühling zählt zu den zwei Übergangsjahreszeiten. Diese sind für uns Meteorologen daher so interessant, weil dabei die Gegensätze in unserer Region, und damit meine ich Europa und das angrenzende Asien, maximal sind. Im Frühjahr gilt dies noch mehr als im Winter. Denn die polaren Regionen sind nach der Polarnacht und bei dem immer noch niedrigen Sonnenstand ziemlich kalt. Das gilt insbesondere dort, wo über den ausgedehnten Landflächen zum Beispiel in Sibirien noch Schnee liegt. Über Südeuropa macht sich dagegen bereits der Sommer bemerkbar. Die Sonne steht schon recht hoch, und vor allem im Landesinneren gibt es immer häufiger schon “Sommertage”, also Tage mit Höchsttemperaturen über 25 Grad. Das Mittelmeer und der nahe Ostatlantik erwärmen sich ebenfalls, es ist also schon genug Feuchtigkeit in der Luft. Schauen wir uns mal die aktuelle Lage in ca. 1,5 km Höhe über Europa an, dort sind die großen Unterschiede derzeit ziemlich gut zu erkennen. Über Lappland haben wir dort noch -15 Grad, und über Spanien haben wir stellenweise schon +15 Grad erreicht – in 1,5 km Höhe, wohlgemerkt:

    Temperatur Europa 850 hPa 12.04.17 12 UTC

    Temperatur in ca. 1,5 km Höhe über Europa am Mittag des 12.04.2017

    Was Wetter mit Marmorkuchen zu tun hat

    Im Norden kalt, im Süden warm. Schön, wenn es so einfach wäre. Andererseits auch nicht schön, weil dann wäre das Wetter ja langweilig. Im Gegenteil ist es ja so, dass die Natur stets bestrebt ist, Gegensätze auszugleichen. Nur darum gibt es ja überhaupt Wind, da die Luftdruckgegensätze, die ja auch mit Temperaturgegensätzen gekoppelt sind, sich ausgleichen wollen. Und so hält sich zwischen diesen sehr unterschiedlichen Luftmassen eine kräftige Frontalzone auf, in der bei kräftigem Höhenwind immer wieder Tiefs entstehen. Man kann sich das wie Wirbel in einem Fluss vorstellen, die entstehen. Und diese Wirbel transportieren die Luft nun dorthin, wo sie eigentlich nicht hingehören. So kommt es bei den Tiefs, die von West nach Ost über uns hinweg ziehen, auf der Vorderseite dazu, dass die warme Luft aus Spanien zu uns geschoben wird, und auf der Rückseite folgt dann die kalte Luft aus Norden oder gar Nordosten. Es ist eigentlich genauso wie Marmorkuchen-Backen, die ersten Umdrehungen des Mixers, der sich gegen den Uhrzeigersinn dreht, befördern den hellen Teig von unten nach oben, und “hinter” dem Mixer den braunen Teig von oben nach unten, und beides wird verquirlt.

    Damit es aber noch ein bisschen komplizierter wird, ist das “Vermixen” beim Wetter in unterschiedlichen Höhen auch noch unterschiedlich schnell. Und um es abzukürzen, kommen wir endlich zum typischen Aprilwetter. Dieses typische Schauerwetter mit Sonne und dichten Wolken im Wechsel und Regen-, Graupel- und Schneeschauern entsteht auf den Rückseiten dieser besagten Tiefs. Denn dann strömt kalte Luft zu uns. Die Sonne kann aber den Boden Mitte April schon schön erwärmen, so kommt es zu einem großen Temperaturabfall mit der Höhe. Das wirkt dann für die Luft so, als würde man einen gefüllten Luftballon am Boden eines Schwimmbeckens loslassen – er kann schnell und hoch aufsteigen. Genauso geht es mit einem Luftpaket, das auf dem Weg in die noch sehr kalte Höhenluft ganz schnell so abgekühlt ist, dass das Wasser kondensiert. Und wenn die Höhenluft kalt genug ist, schießen die Wolken in so große Höhen, dass Graupel- oder Hagelkörner entstehen. Die Luft schießt in der Schauerwolke förmlich nach oben, muss als Ausgleich allerdings an den Rändern auch wieder nach unten fallen. Es passiert also das Gegenteil: Der Luftstrom wird erwärmt, Wasser verdunstet, die Wolke löst sich auf. So kommt es zu dieser typischen wechselnden Bewölkung mit abwechselnd Sonne und Schauern.

    Und das Wetter dieses Jahr Ostern?

    Diese großen Gegensätze auf kleinem Raum lassen dabei auch regelmäßig die Vorhersagegenauigkeit im Frühling und Herbst sinken. Denn auch die hoch aufgelösten Vorhersagemodelle kommen schnell an ihre Grenzen, alle kleinräumigen physikalischen Prozesse entsprechend berechnen zu können. Schon erst recht nicht, wenn man es regional aufschlüsseln möchte. Doch wie auch immer, wenden wir das Geschriebene nun mal auf die aktuelle Wetterlage an. Nach jetziger Berechnung zieht von Samstag über Ostern bis Dienstag ein Tiefdrucksystem von der Nordsee über Ostdeutschland hinweg in Richtung Osteuropa.

    Bodendruck Europa Samstag bis Ostermontag
    Luftdruckverteilung über Europa
    850 hPa Temperatur Europa bis Dienstag nach Ostern
    Temperatur in ca. 1,5 km Höhe über Europa

     

    Da wir uns ohnehin schon in polarer Meeresluft befinden, heißt das schon einmal grundsätzlich nichts Warmes. So richtig interessant wird es aber erst, wenn das Tief mit seinem Zentrum durchgezogen ist, also östlich von uns liegt und dann die kalte Höhenluft angesaugt wird, was schön an der zweiten Animation zu sehen ist. (Wir erinnern uns an den Mixer?) So, wie es sich im Moment darstellt, bedeutet das dann wirklich bilderbuchhaftes Aprilwetter am Samstag mit Regen- und Graupelschauern, die dann endlich auch im trockenen Süden für etwas Nasses sorgen können.

    Ostersonntag und Ostermontag liegt der Schwerpunkt der Schauer wieder im Norden und Osten Deutschlands, während sich im Südwesten schon wieder Hochdruckeinfluss bemerkbar machen wird, dort fällt das Osterwetter gar nicht mal so schlecht aus. Am Oberrhein sind Ostermontag sogar schon wieder bis zu 18 Grad möglich! Andererseits sollte man in den Mittelgebirgen, vor allem in den östlichen, nicht überrascht sein, wenn auch mal Schneeschauer für weiße Eckchen sorgen. Insgesamt liegen die Temperaturen über Ostern in der Nordosthälfte meist zwischen 8 und 12 Grad, im Südwesten zwischen 12 und 16 Grad. Und der böige Wind mit Sturmböen an Küsten und auf Bergen bleibt nicht aus.

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