Katholische Hospitalgesellschaft Südwestfalen sieht ihre Zukunft im GFO-Verbund

    0
    10

    Partnerschaft zum beiderseitigen Vorteil

    Die Gespräche zwischen der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen und dem GFO-Verbund sind nun weitgehend erfolgreich abgeschlossen worden: Beide christlichen Träger – jeweils mit Sitz in Olpe – sind sich einig, gemeinsam in die Zukunft gehen zu wollen. Konkret bedeutet dies: Die Katholische Hospitalgesellschaft Olpe soll in den GFO-Verbund integriert werden.

    Zur Katholischen Hospitalgesellschaft in Olpe gehören das St. Martinus-Hospital in Olpe mit knapp 400 Betten und das St. Josefs-Hospital in Lennestadt mit rund 200 Betten. Außerdem sind vor allem drei Medizinische Versorgungszentren (Olpe, Wenden und Lennestadt) sowie sechs Pflegeeinrichtungen, ein ambulanter Pflegedienst und die Fortbildungsakademie für Gesundheitshilfe in Olpe und Umgebung Teil des Verbundes.

    gfo - katholische hospitalgesellschaftWilhelm Rücker, der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Hospitalgesellschaft, sagt: „Schon 2019 haben wir begonnen, mit der GFO über die Einbindung in deren Verbund zu sprechen und eine damit erwünschte langfristige Sicherung und Stärkung unserer Einrichtungen und Arbeitsplätze zu erreichen.“

    Rückwirkend zum 1. Januar 2021 soll die GFO 51 Prozent der Anteile an der Katholischen Hospitalgesellschaft übernehmen (weitere Gesellschafter sind die Kirchengemeinden St. Martinus Olpe und St. Agatha Altenhundem sowie die Cura GmbH als Beteiligungsgesellschaft des Erzbistums). Darüber besteht zwischen den beiden Trägern Einigkeit. Es stehen lediglich noch die formalen Beschlüsse aus. Corona-bedingt waren bisher keine Präsenzveranstaltungen der zuständigen Gremien möglich. Für die Integration der Katholischen Hospitalgesellschaft in den GFO-Verbund ist auch noch die Zustimmung des Kartellamtes erforderlich.

    Mit dem geplanten Zusammenschluss reagieren die beiden Träger auch auf die Anforderungen der anstehenden Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen. Diese Anforderungen sind in kleinen Strukturen oder gar als einzelnes Haus nicht mehr zu erfüllen. Zusammenschlüsse sind daher politisch gewollt, medizinisch sinnvoll und ökonomisch erforderlich.

    Der bisherige Geschäftsführer der Katholischen Hospitalgesellschaft, Johannes Schmitz, wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum Ende des Monats Januar verlassen und die Geschäftsführung einer anderen großen Krankenhausgesellschaft übernehmen. Verwaltungsratschef Wilhelm Rücker würdigt dessen Leistungen: „Wir bedauern diese Entscheidung, sind seiner Bitte um vorzeitige Auflösung des Dienstvertrages aber nachgekommen und bedanken uns zugleich für die stets engagierte und kompetente Zusammenarbeit. Herr Schmitz hat die Geschäftsführung in schwieriger Zeit übernommen, umgehend konsequente und erforderliche Weichenstellungen vorgenommen und die Hospitalgesellschaft damit gut auf die besonderen Herausforderungen im Gesundheitswesen vorbereitet. Wir danken ihm sehr herzlich dafür und wünschen ihm alles erdenklich Gute für die Zukunft.“

    Für einen mittelfristigen Übergang steht ab 1. Februar 2021 Dr. Gereon Blum als Interimsgeschäftsführer zur Verfügung, der zuletzt fast zwei Jahrzehnte lang am Krankenhaus Düren als Geschäftsführer tätig war. Zusätzlich wird Ingo Morell, Mitglied der Geschäftsleitung der GFO und Geschäftsführer der Maria Theresia Bonzel-Stiftung (Hauptgesellschafterin der GFO), als Generalbevollmächtigter in der Geschäftsleitung der Hospitalgesellschaft mitwirken.

    Mit dem GFO-Verbund hat die Katholische Hospitalgesellschaft einen starken Partner gefunden. Auch aus Sicht der GFO macht der Zusammenschluss Sinn: „Die St. Martinus Kirchengemeinde Olpe und den Orden der Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung verbindet die gemeinsame Geschichte. Mit dem geplanten Zusammenschluss finden zwei langjährige Partner zusammen“, sagt der Sprecher der GFO-Geschäftsführung, Markus Feldmann. Er erklärt: „Die GFO ist im Kreis Olpe bereits mit zahlreichen Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Altenhilfe vertreten. Mit der Katholischen Hospitalgesellschaft schaffen wir einen starken lokalen Verbund. Es handelt sich daher um eine Partnerschaft zum beiderseitigen Vorteil.“

    Mit anderen teilen:

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Kommentar hier eingeben!
    Bitte hier den Namen eingeben