Das Impfzentrum am St. Martinus-Hospital steht

    0
    11
    Covid Impfung
    Covid Impfung - Foto von Wilfried Pohnke from Pixabay

    Mitarbeiter warten auf ausstehenden Impfstoff

    Als Mitte Dezember endlich fest stand, wann der Impfstoff gegen das Coronavirus in Deutschland zugelassen und noch zum Jahresende hin lieferfähig sein wird, handelte die Katholische Hospitalgesellschaft Südwestfalen (KHS) umgehend. Zum 27.12.2020 wurde in Deutschland mit den Impfungen gegen COVID-19 begonnen – Krankenhäuser sind dazu angehalten, ihre Mitarbeiter selbst zu impfen. Binnen kürzester Zeit wurde bei den Mitarbeitern der Krankenhäuser in Olpe und Lennestadt die Impfbereitschaft erfragt, die als überdurchschnittlich hoch einzustufen ist, und ein Team organisierte eine eigene Impfstraße in den Räumlichkeiten des St. Martinus-Hospitals.

    „Aus logistischen Gründen haben wir uns dafür entschieden, zentral an einem Ort alle Mitarbeiter zu impfen, und zwar im St. Martinus-Hospital“ erklärt KHS-Geschäftsführer Johannes Schmitz. Nachdem geeignete Räumlichkeiten gefunden waren, arbeitete das Organisationsteam mit Hochdruck daran, alles zeitnah fertigzustellen. Neben geeigneten Räumlichkeiten wurden Pläne erstellt, welche Mitarbeiter bereits im ersten Durchlauf geimpft werden können – dabei wurde darauf geachtet, dass immer nur 2-3 Mitarbeiter aus einem Team berücksichtigt werden, um Ausfällen bedingt durch mögliche Impfreaktionen vorzubeugen.

    Covid Impfung
    Covid Impfung – Foto von Wilfried Pohnke from Pixabay

    „Alles steht in den Startlöchern, unsere Mitarbeiter haben alles vorbildlich organisiert und die Impfungen geplant – nun warten wir auf den Impfstoff, damit wir endlich beginnen können“ meint Schmitz. Während in den Senioreneinrichtungen der KHS bereits Bewohner und Mitarbeiter geimpft wurden, warten Pflegende und Ärzte der KHS, die täglichen Kontakt mit COVID-19-Patienten haben, sehnsüchtig auf das Eintreffen des Impfstoffs. „Natürlich müssen Risikogruppen und damit Senioren und Mitarbeiter in den Einrichtungen zuerst geimpft werden“ weiß Tobias Quast, Pflegedirektor und Leiter der Corona AG.

    Unverständlich ist ihm allerdings, wie es sein kann, dass im Kreis Olpe Mitarbeiter von Rettungsdienst und Arztpraxen zuerst begünstigt wurden, nachdem bei den Impfungen in Senioreneinrichtungen noch Impfstoff vorhanden war. „Als am 31.12. im Wohngut Osterseifen noch Impfstoff übrig war, wurden wir am Tag zuvor kontaktiert, damit der Impfstoff an unsere Mitarbeiter verimpft werden kann. Einige ausgewählte Ärzte sowie Pflegende der Intensivstation und Notaufnahme wollten dorthin fahren und sich impfen lassen – doch plötzlich wurde die Aktion abgebrochen“ berichtet Quast.

    Erst ab 18.01. sollen die Krankenhäuser wahrscheinlich mit Impfstoff versorgt werden. „Natürlich ist das nur noch eine vergleichsweise kurze Zeit“ meint Dr. Matthias Danz, Chefarzt des Instituts für Anästhesie, der gemeinsam mit Chefarzt PD Dr. Frank van Buuren die Intensivstation leitet. „Aber für die Kolleginnen und Kollegen auf der Intensivstation zählt jeder Tag – zu lange arbeiten wir schon unter erschwerten Bedingungen. Es geht ja auch um den Schutz unserer kritisch kranken Patienten.“ Dass mit den Impfdosen, die aktuell noch vorhanden sind, weil die Impfungen in den Senioreneinrichtungen erfolgreich beendet wurden, nun an ambulante Dienste verteilt werden sollen, ist für Schmitz, Danz und Quast eine Entscheidung, die sie nicht nachvollziehen können.

    Mit anderen teilen:

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Kommentar hier eingeben!
    Bitte hier den Namen eingeben